die Onleihe Bodensee-Oberschwaben. Nils Holgerssons wunderbare Reise mit den Wildgänsen

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So herrlich verspielt, so wunderbar einfallsreich kann ein Schulbuch sein! Als die spätere Nobelpreisträgerin Selma Lagerlöf 1901 den Auftrag erhielt, ein Lesebuch für den Unterricht an schwedischen Schulen zu schreiben, erfand sie kurzerhand die weltberühmte Geschichte des aufmüpfigfrechen Nils Holgersson: Zur Strafe für einen bösen Streich in ein Wichtelmännchen verwandelt, schließt er sich auf dem Rücken des zahmen Gänserichs Martin einer Gruppe von Wildgänsen an, und nach zahlreichen Abenteuern winkt ihm das Glück wahrer Freundschaft. Lagerlöfs Kinderbuchklassiker ist bis heute ein bezauberndes Lesevergnügen für Jung und Alt.

Autor(en) Information:

Selma Ottilia Lovisa Lagerlöf (1858-1940) wurde in der schwedischen Provinz Värmland geboren. Nach ihrem Studium in Stockholm trat sie ihre erste Stelle als Lehrerin in der Hafenstadt Landskrona im Süden des Landes an. Zu dieser Zeit verfasste sie ihren ersten Roman, "Gösta Berling". Als 1895 die zweite Auflage des Buchs erschien, konnte sie die Lehrtätigkeit aufgeben und sich ganz dem Schreiben widmen. Dank eines Reisestipendiums des Königs und der Schwedischen Akademie lernte sie Europa kennen und reiste bis nach Ägypten und Israel. Wieder in Schweden erlangte sie weiteren literarischen Ruhm mit ihrem Auswandererepos "Jerusalem" (1902/1903) und dem von der Schulbehörde in Auftrag gegeben Lesebuch "Die wunderbare Reise des kleinen Nils Holgersson mit den Wildgänsen" (1906). Zu den wichtigsten Auszeichnungen ihres Lebens gehören die Aufnahme als erstes weibliches Mitglied in die Schwedische Akademie im Jahr 1914 und der Literatur-Nobelpreis, den sie 1909 als erste Frau erhielt. Das Preisgeld ermöglichte es Lagerlöf, den Gutshof Mårbacka zurückzukaufen - ihre Eltern hatten das Anwesen wegen hoher Verschuldung aufgeben müssen. Nach dem Umzug auf das Landgut widmete sie sich neben dem Schreiben vor allem der Landwirtschaft und ihrer kleinen Fabrik, in der sie Hafermehl produzierte.

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