die Onleihe Bodensee-Oberschwaben. Neuer Kampf der Geschlechter

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Neuer Kampf der Geschlechter
Neuer Kampf der Geschlechter

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Das vom stern im Januar 2013 dargestellte Altherrengebaren von Rainer Brüderle, der gerade nach der verlorenen Niedersachenwahl von den Liberalen zum Hoffnungsträger gekürten worden war, wurde zum medialen Aufreger. Schnell war man bei einer Sexismus-Debatte und tobte anscheinend ein neuer Kampf der Geschlechter, als ob nicht schon länger die Geschlechtsidentitäten zerfallen und sich sich von LGBT (lesbisch, schwul, bisexuell, trans) etwa zu LGBTQIA (zusätzlich queer oder questionable, intersex und asexuell) vervielfältigt hätten. Auf den ersten Blick haben sich Positionen kaum verändert. Im Unterschied zu früher wurden allerdings die Stimmen lauter, dass nicht alleine die Frauen von den Männern unterdrückt würden, sondern dass sich vermehrt die Männer vom angeblich siegreichen Feminismus diskriminiert sehen und sich als das neue schwache Geschlecht empfinden. Das Telepolis-eBook geht den Sexismusvorwürfen nach und zeigt anhand von Essays, Berichten über Studien zu den Geschlechterverhältnissen und Interviews mit Wissenschaftlern, Feministinnen und mit Frauen und Männern, die mittlerweile eher den Mann benachteiligt sehen, was sich in der letzten Zeit bereits an Kampfpositionen und veränderten Perspektiven aufgebaut hat. Dabei kommen natürlich auch der Sexismus in der Sexismus-Debatte und die Kritik zur Sprache, dass die Gender-Politik überhaupt ein "Stellvertreterkrieg" ist. Weil zum Geschlechterkampf auch die gelebte und propagierte Sexualität gehört, darf diese auch nicht fehlen. Während die einen vom sexuellen Glück schwärmen ("Gesundgevögelt"), nervt die anderen die zur Schau gestellte und zur Norm gewordene sexuelle Freiheit ("Wie geht's dir, was kochst du, hast du es schon einmal anal probiert?"), überdies scheint es einen Trend zur Asexualität zu geben ("Sex? Nein, danke!") und fordert der Ethikrat die Anerkennung eines "dritten oder unbestimmten Geschlechts".

Autor(en) Information:

Florian Rötzer, geboren 1953, ist Journalist. Er studierte Philosophie in München und ist seit 1996 Chefredakteur des Online-Magazins Telepolis.

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