die Onleihe Dreiländereck. Fußball unterm gelben Stern

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Fußball "im Wartesaal des Todes": Die NS-Propaganda stellte das Lager Theresienstadt, nördlich von Prag gelegen, als "jüdisches Siedlungsgebiet" dar. Tatsächlich war es eine Zwischenstation zur Deportation in die Vernichtungslager. Schwer vorstellbar - aber es gab dort über zwei Jahre eine Fußballiga auf hohem Niveau und mit großen Zuschauerzahlen. Das von der jüdischen Selbstverwaltung im Lager organisierte Kultur- und Sportleben lässt sich nicht als Ablenkungsaktion der NS-Propaganda abtun. Überlebende betonten immer wieder, dass Fußballspielen oder Zuschauen einen "Augenblick der Menschlichkeit" darstellte, in dem man sich als Individuum habe fühlen können. František Steiner verfasste unter Mitarbeit von Zeitzeugen eine berührende Geschichte des Fußballs im Lager Theresienstadt. Stefan Zwicker hat sie übersetzt, ausführlich erläutert, ergänzt und mit einem Kommentar in den Stand der Forschung eingeordnet. Das Buch ist ein beeindruckendes Zeugnis, wie der Fußball Mut zum Weiterleben machen konnte.

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