die Onleihe der Bibliotheken des Goethe-Instituts e.V.. Kafka Satie

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Inhalt:

Franz Kafkas kurz Erzählungen vereinen Phantastisches, Paradoxes und Aburdes. Unglaubliches und Unerhörtes wird da beschrieben, minutiös, nüchtern-ernst und oft verblüffend komisch. Grenzbereiche unseres Lebens werden ausgeleuchtet, existenzielle Grund- oder Ausnahmesituationen in unvergessliche, traumverwandte Bilder gefasst, geschrieben in einer wunderbar klaren Sprache, die im Deutschen ihresgleichen sucht. Erik Saties minimalistische, teils meditative, teils witzig-skurrile, oft wie musikalischen Aphorismen anmutende Klavierstücke entstanden zur gleichen Zeit (zwischen 1910 und 1925) in Paris, als Kafka seine Prosa in Prag niederschrieb.

Autor(en) Information:

Franz Kafka wurde am 3. Juli 1885 in Prag geboren. Er besuchte die Deutsche Knabenschule und das deutschsprachige humanistische Staatsgymnasium in seiner Geburtsstadt, studierte Germanistik und Jura und wurde 1906 zum Dr. jur. promoviert. 1908 wurde er zunächst als "Aushilfsbeamter" in der "Arbeiter-Unfall-Versicherungsanstalt für das Königreich Böhmen in Prag, später "Anstaltsconcipist", "Vizesekretär", "Sekretär" und schliesslich 1922 "Obersekretär". Eine erste schriftstellerische Veröffentlichung gelang ihm bereits 1908. Bekannt geworden ist Kafka vor allem durch seine sechs "nicht sehr umfangreichen Bücher", wie sein Freund Felix Weltsch nach seinem Tod schrieb: ""Betrachtung", "Das Urteil", "Der Heizer", "Verwandlung", "In der Strafkolonie" und "Der Landarzt". Die hier vorliegenden kurzen Erzählungen belegen den Zauber der Sprache Kafkas. "Franz Kafka hat in beispiellos eigensinniger und zugleich perfekter Weise die Sprache zum Medium der Selbstentfaltung gemacht" schrieb sein Biograph Reiner Stach. Der seit sechs Jahren lungenkranke Autor starb am 03. Juni 1924 in Prag. Der am 17. Mai 1866 in der Normandie geborene Franzose Erik Satie lebte zeitgleich wie Kafka in Paris, wo er ein Jahr nach Kafka am 1. Juli 1925 starb. Satie begann mit seinen Kompositionen im jungen Alter von 18 Jahren und gilt als Wegbereiter der Musik des 20. Jahrhunderts, in dem er sowohl den Jazz als auch die Populäre Musik beeinflusste. Bekannt ist er vor allem durch seine drei bereits 1886 entstandenen Gymnopädies, die auch auf der hier vorliegenden Aufnahme zu hören sind. Die Einfachheit und Klarheit seiner Werke bilden eine kongeniale Ergänzung zu den Texten Kafkas.

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