die Onleihe der Bibliotheken des Goethe-Instituts e.V.. Die Vertreibung im deutschen Erinnern

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Inhalt:

Die Vertreibung der Deutschen im östlichen Europa infolge des Zweiten Weltkriegs gehört zu den umstrittensten Themen der deutschen Zeitgeschichte; denn die Geschichte und vielfältigen Erfahrungen der Vertriebenen sind trotz aufwändiger Quellen- sowie Zeitzeugeneditionen und vieler Detailstudien wenig bekannt. Wer wurde wo und wann von wem warum vertrieben? Das vorliegende Buch klärt anhand einer umfassenden Untersuchung des Erinnerns im breitesten Sinne des Wortes zahlreiche bis heute kursierende Legenden, während es zugleich die ihnen zugrunde liegenden Vorgänge erläutert. Somit entsteht ein detailreiches Bild der gemeinhin als Vertreibung erinnerten Ereignisse. Zugleich zeigt diese Geschichte des öffentlichen Erinnerns, wie jenes Geschehen zwar häufig, meist aber nur metaphorisch erwähnt worden ist, wie manche Berichte der Betroffenen oft wiederholt worden, andere in Vergessenheit geraten sind, und wie aus gefestigten Redewendungen ein Mythos Vertreibung entstanden ist.

Autor(en) Information:

EVA HAHN, gebürtige Pragerin, lebt seit 1968 in der Bundesrepublik, wirkte als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Collegium Carolinum in München und ist heute als unabhängige Historikerin in Oldenburg tätig. HANS HENNING HAHN, geb. 1947 in Zwickau, ist Professor für moderne Osteuropäische Geschichte an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg; im Mittelpunkt seiner Forschungsarbeit liegen die moderne polnische Geschichte sowie Fragen der Gedächtniskultur und der Historischen Stereotypenforschung.