die Onleihe Mecklenburg-Vorpommern. Nationalismus

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"Die Nation ist der organisierte Eigennutz eines ganzen Volkes, jener Zug an ihm, der am wenigsten menschlich ist." Rabindranath Tagores Reden über den ­Nationalismus sind hundert Jahre alt, aber fast taufrisch. Mit ihnen protestierte Indiens Nobelpreisträger gegen "den Westen" und seine Neigung, dem Rest der Welt das eigene Gesellschafts- und ­Wirtschaftsmodell als alternativlos zu verkaufen. Hier wird alles verhandelt: das eigensüchtige Konstrukt von hinter ihren Grenzen verschanzten Nationen, ihre Gier, ihr Rassismus ­gegenüber vermeintlich minderwertigen Völkern, denen man alles nehmen darf. Auch hundert Jahre später lesen sich diese ­Ansprachen als ein Manifest, mit dem Tagore den Seinen zurief: "Empört Euch !"

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Rabindranath Tagore, geboren 1861 in Kalkutta (Indien), wo er 1941 auch starb. Tagore, der vor allem für seinen Gedichtband "Gitanjali" 1913 als erster Nicht-Europäer den Literaturnobelpreis erhielt, gilt als wichtigster Revolutionär der bengalischen Literatur und Kultur.

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