Onleihe München. If the kids are united

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Inhalt:

Als "If the kids are united" 1995 erschien, war es das erste deutschsprachige Buch über Punk von seinen Anfängen bis in die 1990er Jahre hinein. Inzwischen liegt das Buch bereits in seiner 9. Auflage vor und gilt längst als Standardwerk zum Thema. Es schlägt einen Bogen vom britischen Punk der 1970er über die Hardcore-Bewegung der 1980er bis zu Grunge in den 1990er Jahren und dem so genannten Ausverkauf von Punk im Videozeitalter. Das Buch ist mehrfach inhaltlich überarbeitet worden, für die 6. Auflage kamen erstmals Abbildungen hinzu, doch sein historischer Charakter als Zeitdokument ist dabei bewahrt worden: Martin Büsser hat das Buch zu einer Zeit geschrieben, als Punk und Hardcore endgültig im Mainstream angekommen waren. Der langjährige Mitarbeiter des "Zap"-Fanzines nimmt damit Abschied von ›seiner‹ Szene und beschreibt, wie es zu der Kommerzialisierung von Punk hatte kommen können. "If the kids are united" ist voller Teilnahme geschrieben, besinnt sich auf die politischen Grundwerte der Szene und hat damit seit Erscheinen für zahlreiche Polarisierungen gesorgt. Ob Zustimmung oder Widerspruch: "If the kids are united" lässt keinen kalt, der einmal in die Szene involviert war.

Autor(en) Information:

Martin Büsser (1968-2010) studierte Vergleichende Literaturwissenschaft, Kunstgeschichte und Theaterwissenschaft. In den 1980er und frühen 1990er Jahren war er für das "Zap"-Fanzine tätig, für das er um die 100 Interviews führte, unter anderem mit Henry Rollins, Courtney Love, Sonic Youth, Half Japanese, Flaming Lips, Nirvana und Butthole Surfers. Sorgte innerhalb des Hardcorepunk-Magazins für zahlreiche Debatten, weil er den engstirnigen Musikgeschmack der Szene nicht akzeptierte, sondern auch über Künstler wie Heiner Goebbels und John Zorn schrieb. Ab Mitte der 1990er als freier Journalist mit Schwerpunkt Musik, Popkultur und bildende Kunst tätig, Beiträge u.a. für Jazzthetik, Süddeutsche Zeitung, Emma und Die Zeit. Mitbegründer und -herausgeber der seit 1995 im Ventil Verlag erscheinenden Buchreihe "testcard - Beiträge zur Popgeschichte".Mitarbeit bei zahlreichen Anthologien, unter anderem "Kursbuch Jugendkultur" (1997), "Pop und Mythos" (2001), "Text + Kritik Sonderband: Pop-Literatur" (2003) sowie am "Neuen Funkkolleg Popkultur" für den Hessischen Rundfunk (1998). 2005 Mitarbeit am Buch-CD-Projekt "I Can't Relax In Deutschland". Neben der Veröffentlichungen für den Ventil Verlag sind von ihm die Bücher "Popmusik" (Rotbuch, 2000), "Pop Art" (Rotbuch, 2001) und "On the Wild Side. Die wahre Geschichte der Popmusik" (Europäische Verlagsanstalt, 2004) erschienen.Sänger und Texter für die Post-Punk-Artschool-Band Familie Pechsaftha. Martin Büsser lebte in Mainz. Zuletzt schrieb er regelmäßig für das Intro Magazin, konkret und die Schweizer WoZ. Arbeitsschwerpunkte: Experimentelle Musik, Musiksoziologie, zeitgenössische Kunst, Gender Studies und Independentkino.

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