Onleihe Niedersachsen. Die Väter

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Inhalt:

Im Moskauer Exil veröffentlichte Willi Bredel 1941 mit "Die Väter" den ersten Band seiner Romantrilogie "Verwandte und Bekannte", um den Alltag und die Umwelt einer sozialdemokratischen Hamburger Arbeiterfamilie über drei Generationen hinweg, vom Kaiserreich bis hin zum Ende des Nationalsozialismus. "Die Väter" erzählt von der Zeit zwischen der Gründung des Deutschen Kaiserreichs, bis hin zum Beginn des Ersten Weltkriegs. Im Zentrum stehen dabei die Geschicke des Hamburger Metallarbeiter Johann Hardekopf und seiner Familie. Gemeinsam mit seinem aus gehobenem bürgerlichem Milieu stammenden Schwiegersohn Carl Brenten engagiert sich Hardekopf begeistert für die neue sozialistische Bewegung. Sein Kampf gilt kleinbürgerlichem Denken ebenso, wie der führenden Partei- und Gewerkschaftsbürokratie. Mit Unterstützung seiner Frau Pauline steht er unerschüttert zu seiner sozialistischen Überzeugung, während seine Söhne Otto, Ludwig und Emil sich mehr und mehr von der politischen Lebenswelt des Vaters entfernen. Erst kurz vor seinem Tod gerät Hardekopfs unerschütterlicher Glaube an die sozialistische Bewegung ins Wanken: Begleitet von nationalistischer Euphorie beginnt der Krieg und die internationale Solidarität der Sozialisten zerbricht ... "Alle in ihrer Weise typisch, sind Bredels "Verwandte und Bekannte" nicht bloß als Typen gezeichnet, sondern (mit einem Wort Heinrich Manns) "aus der Tiefe des wirklichen Lebens" hervorgehoben." Max Schroeder.

Autor(en) Information:

Willi Bredel, geboren 1901, war ein deutscher Schriftsteller und gehörte zu den Pionieren der sozialistisch-realistischen Literatur. Als Sohn eines Hamburger Zigarrenmachers lernte er zunächst Dreher und engagierte sich außerdem in der Sozialistischen Arbeiterjugend sowie im Spartakusbund. 1919 trat er in die KPD ein. Während der Weimarer Republik wurde er politisch verfolgt und mehrfach verurteilt. 1933 ging er ins Exil u. a. nach Paris und Moskau und diente von 1937 bis 1939 als Kommissar in einer "Internationalen Brigade" im Spanischen Bürgerkrieg. Nach seiner Rückkehr aus dem Exil engagierte er sich als Kulturpolitiker beim Aufbau der DDR und wurde später Präsident der Akademie der Künste der DDR. Bredel verstarb 1964 an einem Herzinfarkt in Ost-Berlin. Bei Aufbau Digital ist seine herausragende Romantrilogie "Verwandte und Bekannte" mit den Bänden "Die Väter" (1941), "Die Söhne" (1949) und "Die Enkel" (1953) verfügbar.

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