ThueBIBNet. Neunundachtzig

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"Neunundachtzig. Ich habe immer eine Weile gebraucht, um den Leuten den Titel dieses Buches zu erklären. Die Zahl berührt die beiden wichtigsten journalistischen Ereignisse meines Lebens. Den Untergang der DDR und den Angriff auf New York. 89 ist das Jahr in dem die Mauer fiel und 89 ist die Nummer der Etage des World Trade Centers, deren Schicksal ich beschreibe. Beim ersten war ich noch kein Reporter, beim zweiten wollte ich für einen Moment keiner mehr sein. Einmal schien ich ganz dicht dran zu sein, einmal ganz weit weg. Aber letztlich gab es kaum einen Unterschied. Ich mußte nirgendwo hinfahren, ich war schon da. Beide Male stolperte ich ein paar Augenblicke durch den Sturm, bevor ich mich auf den sicheren Boden des Beobachters rettete. Ich bin Reporter. Ich mache keine Geschichte, ich hänge mich immer nur ran. Ich lebe von Helden, so kann ich alt werden. Für die Helden aber ist das schwerer. Die Menschen rennen weiter, es gibt soviel zu tun." Alexander Osang

Autor(en) Information:

Jahrgang 1962; Studium der Journalistik in Leipzig; Wirtschaftsredakteur, später Chefreporter der Berliner Zeitung; seit 1999 Reporter für den Spiegel, u.a. in New York und Tel Aviv; 1993, 1999, 2001 Egon-Erwin-Kisch-Preis, 1995 Theodor-Wolff-Preis, 2009 Auszeichnung als "Reporter des Jahres" durch das Medium Magazin; er veröffentlichte zahlreiche Bücher mit Reportagen und Porträts, Erzählungen und Romanen.

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