die Onleihe Verbund Ruhrgebiet. Wahnsinn Wohnungswechsel

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Jeder zehnte Haushalt in Deutschland packt mindestens einmal jährlich die Koffer und zieht um. Meistens freiwillig, weil der Nachwuchs mehr Platz braucht oder das Einkommen steigt. Doch spätestens wenn die Möbelpacker anrücken, werden die Nerven jedes Wohnungswechslers auf eine harte Probe gestellt. Für 48 Stunden verliert der Eigentümer die Herrschaft über Hab und Gut, wertvolle Erbstücke landen mehr oder weniger sanft auf LKWs. Doch es gibt auch einen Ort, an dem die "Bewohner" beim Umzug selbst Hand anlegen, wenn auch nicht ganz freiwillig. Ausnahmezustand in der JVA Chemnitz. 120 weibliche Gefangene ziehen vom alten Hafthaus in ein frisch renoviertes auf demselben Gelände. Eigentlich kein großer Aufwand Doch für die Verantwortlichen der JVA ist die Verlegung der Häftlinge mit ihrer gesamten Habe eine logistische und organisatorische Meisterleistung mit höchsten Sicherheitsvorkehrungen. Damit nichts Verbotenes in die JVA gelangt oder gar ein Ausbruchsversuch unternommen wird, darf kein externes Umzugsunternehmen in die Anstalt. Beamte und weibliche Gefangene müssen den Umzug gemeinsam meistern. Christoph K. und Dagmar P. aus Berlin Schöneberg, beide Ende 30, ziehen gerne um. Im Durchschnitt alle fünf Jahre. Das Pärchen besitzt eine international tätige Schmuckagentur. In zwei Tagen wollen sie sämtliche Möbel und Kisten aus ihrer 190-Quadratmeter Wohnung mit insgesamt sieben Büro- und Privaträumen schaffen. Das neue Wunschdomizil hat 210 luxussanierte Quadratmeter, beste Lage in Berlin Mitte und Blick auf die Museumsinsel.

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